Schier Boards baut superleichte und individuelle Wakeboards

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Schier Boards baut superleichte und individuelle Wakeboards

Wakeboarding hat längst auch in Deutschland seinen Siegeszug angetreten. Die Firmengründer Daniel Siems und Lars Brohme haben mit ihrem Unternehmen Schier Boards zweifellos mit ihren Anteil daran. Sie gaben vor sieben Jahren ihre Jobs auf und gründeten ihre eigene Firma. Ihre Werkstatt befindet sich in Bremervörde in Niedersachsen. Dort fertigen sie in dem ehemaligen Kosmetikstudio die leichtesten Wakeboards der Welt. Kunden können sich diese auch nach eigenen Wünschen maßschneidern lassen.

Der Zugang der beiden Firmenchefs war so unterschiedlich wie nur möglich. Brohme kommt aus dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt. Er studierte BWL und bringt sich im Marketing ein. Darüber hinaus verfügt er über das Knowhow zum richtigen Material für die Wakeboards. Siems hingegen ist aktiver Kiteboarder. Der Diplom-Ingenieur kümmert sich um das Design und die betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten. Gemeinsam haben sie ihr Unternehmen zu einem Fixstern in der Wakeboarding-Szene aufgebaut.

Von der Idee zum Unternehmen

Alles begann im Jahr 2011, als die Firmengründer das erste Mal auf einen Wakeboard standen. Der Sport ist ja noch relativ jung und entwickelte sich erst seit den 1990er Jahren. Doch mittlerweile werden in Deutschland immer mehr Anlagen gebaut und geben so den Sportbegeisterten Möglichkeit Wakeboarding kennenzulernen. Bereits 2012 entschlossen sich die beiden Firmenchefs zur Gründung einer eigenen Firma. Sie bauten einen Prototypen und realisierten so ihren Traum vom eigenen Unternehmen. Kennengelernt hatten sich Siems und Brohme auf einem Workshop für Faserbund-Bauteile. Sie waren sich sofort symphytisch und wollten gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Als sie die damals bestehenden Wakeboards etwas näher unter die Lupe nahmen, erkannten sie, dass in diesem Bereich großes Verbesserungspotential besteht. Sie sahen sofort, dass sie bei den Baustoffen, Verbindungsstellen und Verschraubungen einiges verbessern konnten. Es dauerte ein Dreivierteljahr, bis der Prototyp fertig war und ihren hohen Anforderungen standhielt. Sie gaben ihre Boards einen befreundeten Wakeboarder zu Testen. Der war begeistert und wollte mehr.

Eine Marktanalyse ergab, dass die Wakeboarder vor allem Wert auf Individualität und Haltbarkeit legen. Genau darauf richteten die Unternehmensgründer dann auch ihren Fokus in der Entwicklung ihrer Boards. Der zweite Prototyp war bereits ein Renner. Die Nachfrage stieg deutlich an. Als die Beiden erkannten, dass sie mit ihrer Entwicklung der Nerv der Zeit getroffen hatten, gingen sie konsequent den nächsten Schritt. Sie ließen ihre Prototypen professionell testen. So konnten sie sicher sein, dass sie allen technischen Anforderungen entsprechen und sie auf den Markt geworfen werden konnten.

Von der Idee zum Unternehmen
Von der Idee zum Unternehmen

Heute teilt sich das erfolgreiche Start-up den Markt in Deutschland mit nur wenigen anderen Anbietern. Die Großen der Branche sitzen in den USA. Doch was Schier Boards von anderen Unternehmen unterscheidet, ist ihr Alleinstellungsmerkmal, das geringe Gewicht und die individuelle Fertigung. Der Anfang war hart. Die Gründer steckten jeden Euro in ihre Firma. Alles was verdient wurde, wanderte in die Entwicklung. Das war nur möglich, weil beide Gründer ihre Hauptjobs hatten. Ziel war es immer Fortschritte zu erzielen. Der Name kommt übrigens von dem Wort Schier, das so viel wie super bedeutet. Daniel Siems hat in der Zwischenzeit die Firma verlassen, Arbeitskollege Philipp hat übernommen. Gemeinsam arbeiten die beiden Spezialisten weiter an ihren zahlreichen individuellen Boards.