Deutschland ist ein Land der Wakeboarder

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Deutschland ist ein Land der Wakeboarder

Wakeboarden existiert erst seit den 1980er Jahren als eigene Sportart. Der Trendsport hat sich ursprünglich aus den Disziplinen Surfen und Wasserski entwickelt. Seit nunmehr 15 Jahren ist es auch bei den World Games vertreten. Eine Aufnahme in die Liste der olympischen Disziplinen steht jedoch nach wie vor aus. Auch in Deutschland hat das Wakeboarden mittlerweile viele Fans gefunden. Sie sind in 55 Vereinen organisiert. Diese umfassen immerhin 3.000 Mitglieder. Die Vereine sind darüber hinaus auch noch Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes. Damit verfügen sie auch über eine entsprechende personelle Ausstattung. Diese umfasst unter anderem zwei Leistungsstützpunkte und einen Bundestrainer.

Die meisten Anlagen weltweit

Das ist kein Wunder, schließlich ist die Bundesrepublik weltweit ganz vorne mit dabei, wenn es um die Ausübung dieses Sports geht. Fans finden in Deutschland unglaubliche 70 Anlagen, die das Wakeboarden ermöglichen. Die höchste Dichte findet sich in Bayern. Dort haben mittlerweile 13 Anlagenbetreiber ihr persönliches Wakeboard-Paradies errichtet. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen können immerhin auf jeweils elf Anlagen verweisen. Im internationalen Vergleich steht Deutschland also hervorragend da und führt die Liste jener Länder an, die die meisten Anlagen ihr Eigen nennen können.

Boot oder Kabelzug?

Diese eignen sich schließlich auch noch für zahlreiche andere Sportgeräte. Das Boot kann, genauso wie der Kabelzug, auch noch Sportarten wie Wasserski, Wakeskate, Trick-Ski, Monoski und Kneeboard unterstützen. Das Boot bietet jede Menge Flexibilität, während der Kabelzug den Aufbau eigener Parcours ermöglicht. Beim Boot nutzen die Wakeboarder die durch das Boot entstandenen Wellen als natürliche Sprungschanzen. Ganz anders sieht es da schon beim Kabelzug aus. Diese verlaufen oft horizontal, wie ein Skilift. Sie werden normalerweise an seinem See aufgebaut. Auf der Strecke finden sich dann verschiedene Hindernisse, wie beispielsweise Boxen oder gar Sprungschanzen. Diese werden dann vom Wakeboarder übersprungen.

Schutz ist unumgänglich

Der Schutz gehört beim Wakeboarden natürlich mit dazu. Er wird durch Helme und Prallschutz-Westen garantiert. Alternativ kann man auch Schwimmwesten verwenden. Dieser Standardausrüstung ist bei fast allen Anlagen eine Grundbedingung, um überhaupt an den Start gehen zu können. Wer Blasen an den Händen vermeiden möchte, trägt zusätzlich noch Handschuhe. Diese schützen die Hände vor Verletzungen oder Hornhaut.

Der Helm ist sicherlich der wichtigste Ausrüstungsgegenstand, wenn es darum geht Verletzungen zu vermeiden. Untersuchungen aus den USA zeigen, dass gerade Verletzungen des Kopfes beim Wakeboarden in der Vergangenheit dominierten. Nun sind die Knieverletzungen dazugekommen. Sie sind deutlich schwerer vermeidbar. Die Verletzungshäufigkeit ist grundsätzlich eher hoch. Immerhin geben mehr als drei Viertel aller Wakeboarder an, sich schon einmal beim Sport verletzt zu haben.

Neben Kopf und Knien sind vor allem die Kreuzbänder, die Schulter und das Sprunggelenk betroffen. Prellungen und Zerrungen gehören ebenfalls zu den am häufigsten auftretenden Verletzungen. Diese entstehen vor allem bei Stürzen und Kollisionen mit den Hindernissen. Das beweist, dass das Wakeboarden zu den anspruchsvolleren Sportarten gehört. Daher ist ein umsichtiges Fahren unumgänglich geworden. Betroffen davon sind vor allem die Wakeboarder in den Anlagen, denn hier fahren meist mehrere Sportler gleichzeitig eine Runde.